Projekte / Casa de Caridade Salvador

Casa de Caridade Adolfo Bezerra de Menezes em Lauro in Freitas (Salvador-Bahia)

Seit dem Jahr 2000 unterstützt Dona Flor das Projekt „Haus der Barmherzigkeit“ in Salvador. Das Projekt selbst entstand 1988, als Reinaldo Martins Batista eine Kinderkrippe in seinem eigenen Haus gründete, wo er inzwischen 70 Kinder betreut. In der Kinderkrippe erhalten die Kinder drei Mahlzeiten am Tag und bekommen Nachhilfe für die Schularbeiten. Parallel zu dieser Initiative hat Reinaldo ein Heim für 40 behinderte Senioren gegründet. Ein neues Gebäude wurde dafür gebaut, wo die Senioren von freiwilligen Ärzte, Pflege- und Hilfskräften versorgt werden. Dies alles konnte nur mit Hilfe von Spenden ermöglicht werden.

In Itinga, einem sehr armen Viertel am Rande von Salvador - Bahia, gründet der Verein „Associação Casa de Caridade Adolfo Bezerra de Menezes“ (Haus der Barmherzigkeit vom Adolfo Bezerra de Menezes e.V.) im Jahre 1988 eine Kinderkrippe, um bedürftige Kinder zu betreuen und zu alphabetisieren.

Diese Kinder aus sehr armen Familien blieben auf der Straße, oder auch allein und zuhause, häufig ohne etwas zu essen, während ihre Eltern zur Arbeit gingen.

Da der Verein über keinerlei Finanzmittel verfügte, wurde beschlossen, dass die Kinderkrippe zu Beginn im Haus von Reinaldo Martins Batista eingerichtet würde, dem Präsident des Vereins, der bis heute diese Funktion ausübt. Es werden Kinder zwischen 1 und 6 Jahren ganztägig aufgenommen. Die Kinder erhalten 3 Mahlzeiten am Tag.
Die Präfektur verpflichtete sich, eine monatliche Unterstützung zu geben, und die Eltern wollten, soweit dies möglich ist, einen kleinen Beitrag zwischen 5 und 10 Reais pro Monat geben. Die restlichen Ausgaben sollten durch Spenden von Einzelpersonen und vom Handel oder auch durch Events gedeckt werden, die der Verein selbst durchführte.

Ein weiteres Projekt ergab sich aus der Idee, den Kindern im Schulalter mit Problemen in der Familie und mit Lernschwierigkeiten helfend zur Seite zu stehen. Da es an Platz fehlte, wurde noch ein weiterer großer Raum neben der Küche gebaut, um 11 Kinder unterzubringen, so dass sie dort bis zu ihrem 18. Lebensjahr leben konnten. Während dieser Phase hatten sie die Möglichkeit, den Beruf als Schreiner von Reinaldo zu lernen.

Ein trauriges Ereignis brachte Reinaldo dazu ein drittes Projekt zu beginnen: Eine Nachbarin bat ihn, einem Mann zu helfen, der krank war, eine Wunde am Bein hatte und seit mehreren Tagen auf der Straße neben einer Arztpraxis schlief. Nachdem er verschiedene Krankenhäuser aufgesucht hatte, und wegen der Ansteckgefahr abgewiesen worden war, entschied sich Reinaldo ihn aufzunehmen. Seine Absicht war, ihn so lange zu pflegen, bis er wieder völlig gesund war.

Die Zeit verging, aber der Mann blieb, da er keinen Ort hatte, wo er hingehen konnte. So begann Reinaldo und sein Equipe, ebenso obdachlose Senioren aufzunehmen.

Gegenüber vom Haus von Reinaldo wurde ein Haus angemietet, um den älteren Männern eine Bleibe zu bieten. Die Seniorinnen wurden vorläufig im Erdgeschoss des Hauses von Reinaldo untergebracht. Dies war kein wirklich angemessener Ort. Er war dunkel und wenig gelüftet. Aber das Provisorium dauerte bis zum Jahre 2006.

Der Traum von Reinaldo und seinen Mitstreitern war, ein Haus bauen zu können, wo er alle seine Projekte unterbringen konnte.

Die Gelegenheit, diesen Traum zu verwirklichen, ergab sich 1999 durch die Spende eines Autos. Mit dem Geld aus dem Autoverkauf wurde es möglich, ein großes Stück Land zu kaufen, wo die ersten Bauarbeiten im Dezember 2000 begannen.

Danach entwickelte sich der Hausbau im Rhythmus der Spendeneingänge. Wenn die Spendengelder ausgegeben waren, stoppte der Bau – kamen neue Gelder herein, ging die Bautätigkeit weiter.

Schließlich wurde im November 2006 die erste Bauphase abgeschlossen und das Seniorenheim eröffnet, das die stattliche Größe von 700 Quadratmetern hat und mit der erforderlichen Infrastruktur ausgestattet ist.

Zurzeit sind dort 39 Personen untergebracht, 25 Männer und 15 Frauen. Die Betreuung erfolgt auf freiwilliger Basis. Ärzte, Krankenpfleger, Krankenschwestern und Hilfskräfte generell haben sich dazu bereit gefunden.

Die Präfektur steuert einen Teil des Essens und Medikamente bei. Sie stellte auch 3 Mitarbeiter zur Verfügung. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden durch die Organisation von Events in dem neuen Seniorenheim und mit Hilfe von Spenden gedeckt.

Der neue Sitz, der auch samstags offen ist, bietet Hilfe, Orientierung und außerdem eine Praxis von Freizeitaktivitäten für Eltern, schwangere Frauen sowie Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren.

Die Kinderkrippe/ Schule besteht weiter im Haus von Reinaldo für 70 bedürftige Kinder aus dem Stadtviertel, zwischen 2 und 7 Jahren, von Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr.

Seit dem Jahre 2000 arbeitet Dona Flor sehr intensiv mit diesem Projekt zusammen und begleitete und dokumentierte seine Entwicklung. Unsere Spenden für das Projekt wurden persönlich übergeben. Die damit getätigten Käufe wurden zusammen mit uns gemacht. Die Rechnungen werden in unserer Buchhaltung archiviert und können von interessierten Mitgliedern eingesehen werden. So wurde sichergestellt, dass unsere Spenden zu 100% an den richtigen Adressaten kommen.

Die Unterstützung von Dona Flor bestand aus dem Kauf von Ziegeln, Kacheln, Holz, elektrischem und hydraulischem Material, Badezimmerausstattung, Fußböden, Zement, Mörtel, Farbe, Wasserbehälter, Eingangstor, etc. Insofern empfinden wir eine große Genugtuung zu wissen, dass sich die Arbeit unseres Vereins Dona Flor, die von allen immer mit viel Liebe, Zuneigung und Hingabe erfolgt, in jedem einzelnen Raum des Seniorenheims Casa de Caridade finden lässt.